Lymphknotenkrebs und vegane Ernährung

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Krebs

Read time: 15min

Kategorie: Erfolgstories

„Für ein Leben in mehr Gesundheit, mehr Liebe und damit einer heilenden Welt!“

Mit 25 Jahren litt ich an Morbus Hodgkin (Lymphknotenkrebs) und chronischer Fatigue

Komplikationen und Nebenwirkungen wie Lungenentzündung und Knochenschmerzen während der Chemotherapie ließen mich immer schwächer werden. Während der Strahlentherapie machte mich ein bleiernes Gefühl völlig handlungsunfähig, als wäre Blei in jeder Zelle meines Körpers. Man sagte mir: „Das ist ein Strahlenkater. Das geht nach der Behandlung wieder weg.“

Allerdings hatte ich noch Jahre damit zu kämpfen. Während meiner 4-wöchigen Reha nach der Therapie, erhoffte ich mir mein altes Leben mit neuem Job und schöner Wohnung zurück. Der Krebs war weg und ich war motiviert, meinen Körper wiederherzustellen. Doch die Schwere war immer noch da.

Dies waren Aussagen, Meinungen und gut gemeinte Ratschläge aus dem Umfeld. Ich wusste ja auch nicht, was das war und erhoffte mir Hilfe aus der Schulmedizin. Es musste doch irgendetwas geben was meinen Körper wieder stärken würde?! Ich bekam keine Antwort.

Nach dem missglückten Wiedereingliederungsversuch in meiner Arbeit wurde ich dauerhaft krankgeschrieben und wurde somit vollzeitig erwerbsunfähig. Da stand ich nun. Die Blase, in mein altes Leben zurückkehren zu können, war geplatzt.

Hilfe durch Sitzungen bei einer Psychoonkologin

Nach außen schien mein Körper sich zu erholen. Die Haare wuchsen wieder und schon bald war nicht mehr erkennbar, welchen Marathon ich hinter mir hatte. Die bleierne Müdigkeit und die Missempfindungen blieben allerdings. Mein Umfeld und ich wurden immer ungeduldiger, da die Krankheit eigentlich bekämpft wurde aber ich immer noch nicht wieder normal war. In den Kontrolluntersuchungen wurde kaum auf diese Beschwerden eingegangen.

„Frau Brodersen, der Krebs ist geheilt und die Therapien sind vorbei. Die Symptome, die sie schildern, können nicht sein.“ Erst in einer weiteren Rehamaßnahme und in den Sitzungen bei einer Psychoonkologin schenkte man mir Gehör und Verständnis. Anscheinend erging es vielen Patienten ähnlich wie mir.

Entscheidend war letztendlich mein Wille

Ich wollte endlich etwas ändern, strebte eine neue Ausbildung an und wollte die Erwerbsunfähigkeit beenden. Dadurch, dass die Fatigue noch gänzlich unerforscht und auch oft einfach nur abwertend mit Müdigkeit verwechselt wurde, fand ich kaum Hilfe im Außen. Ich war somit gezwungen, selbst auszuprobieren, was mir half und was nicht.

Ich bereitete es mir zur Übung, täglich mit meinem Willen meinen Körper davon zu überzeugen: „Dies ist nur ein vorübergehender Zustand. Du wirst in deine alte Stärke zurück finden.“ Im Nachhinein war es auch mein Wille, der darüber entschied, dass ich wieder gesund wurde. Alles andere waren helfende Unterstützer auf diesem Weg.

Ich lernte, ein Maß zwischen körperlicher Entspannung und Belastung für mich zu finden, um der körperlichen Handlungsunfähigkeit durch zu viel Belastung entgegenzuwirken. Mit sanftem Ausdauersport steigerte ich meine körperliche Energie und erreichte so Schritt für Schritt etwas Freiheit zurück.
Nach der Belastung war der körperliche Fortschritt besonders erfolgreich, wenn ich sofort in die Entspannung ging.

Ich ruhte mich aus. Meistens schlief ich tagsüber eh am erholsamsten. Über Monate und Jahre baute ich so meine Trainingsstrecke aus. Zusätzlich zur Bewegung, bekam die Ernährung einen ganz entscheidenden Stellenwert. Bisher fügte ich meinem Körper eher nichts Gutes zu.

Gesunde, vegane Ernährung als Unterstützung bei Krebs

Die Behandlungszeit war sehr geprägt durch Übelkeit, Appetitlosigkeit aber auch Hungerattacken, aufklaffenden und infizierten Mundschleimhäuten und einem ständigen metallenen Geschmack im Mund. In dieser Zeit diente das Essen in erster Linie der Energiezufuhr.  Das Gewicht zu halten, Nahrungsmittel zu finden, die vertragen werden und dann evtl. auch noch schmecken, war oberstes Ziel.

Hauptsächlich aß ich Suppen in jeglicher Form. Verschiedene Gemüse sanft gegart und in dem Gemüsesud püriert, angereichert mit damals noch einem Schuss Sahne oder auch einem guten Öl (z. B. Kürbiskernöl). Durch die hohe Cortisongabe, spielte mein Blutzuckerspiegel häufig verrückt. Heißhungerattacken nach schnell verwertbaren Kohlenhydraten waren die Folge, was bei mir dann immer Spaghetti mit Tomatensauce war.

Das ist natürlich ernährungsphysiologisch nicht so der Hit, jedoch gilt in den Zeiten der Therapie: Das Essen, was Freude bereitet und vertragen wird. Zusätzlich würde ich heute noch mit grünen Säften arbeiten. Trinken geht meistens und ein Saft aus Sellerie, Spinat, Spirulina, Ananas und Orange schmeckt super und liefert die essentiellen Vitamine und Mineralien. Gleichzeitig ist es auch noch ein Energiekick.

Mit Ende der Therapie, war mein Körper von den ganzen Infusionen und dem ständigen Cortison aufgedunsen. Trotz des aufgeschwemmten Gefühls, darf niemals die Trinkmenge reduziert werden. Diese hab ich hauptsächlich durch Tees und Wasser aufrechterhalten können. Nach den Therapien und dem Bleiben der Erschöpfung fing ich an, mich wirklich mit Ernährung zu befassen. Was eine Krebszelle gerne „isst“, woraus sie ihre Energie schöpft, was sie nicht verwerten kann und vor allem, was meinem Körper gut tut und Energie gibt.

War ich vor der Erkrankung doch ein reiner Kohlenhydratjunkie (Weißmehl, Zucker) so stellte ich jetzt nach und nach die Ernährung um. Immer wieder mit Rückschlägen, weil gerade in den Zeiten, in den es mir nicht gut ging, das Verlangen nach Zucker sehr groß war.

Hier nun meine erprobten „Hacks“ für eine gesunde, pflanzenorientierte Ernährung in Krankheitszeiten:

Mittlerweile kann ich schon 15 Kilometer am Stück joggen und die Bewegung in der Natur ist am effektivsten. Zudem können trübe Gedanken dabei verschwinden. Aufkommenden Ängsten wirkte ich über viele Jahre mit einer entsprechenden Therapeutin entgegen. In der Gesellschaft fand ich nur wenig Verständnis, vielleicht auch, weil ich mir gegenüber wenig Verständnis zeigte und voller Ungeduld war, endlich wieder funktionieren zu können. Ich musste also einen noch weiteren und tieferen Schritt auf dem Weg der Heilung gehen.

Der Weg zu mir selbst war das Ziel

Meditation, Atemtechniken, schöne Musik und ätherische Öle haben mir geholfen, mich selbst in Liebe anzunehmen. Ich lernte es, diese Tage zu zelebrieren, als Möglichkeit des Rückzugs auf dem Weg in ein gesundes Leben.

Außerdem holte ich mir immer wieder meine Vision hervor. Ich erträumte mir mein Leben, das ich führen wollte und begab mich völlig in diese Vorstellung hinein. In diesen Fantasien fühlte es sich so an, als würde ich dieses Leben schon führen und das stärkte so unendlich meine Willenskraft.

Ein Meilenstein auf diesem Weg, war der Beginn einer weiteren Ausbildung und der Weg zurück in den mir so wichtigen gesellschaftlichen Status. Weitere Meilenschritte erreichte ich noch Jahre später auf Reisen, die ich unternahm. Es zog mich dann immer in die Natur, wandernd, alleine nur mit mir. Unbeantwortete Fragen stellten sich während des Laufens ein und ich hielt erst wieder an, wenn ich die Frage für mich beantwortet hatte, bzw. meinen Frieden darin fand.

Die Abstände der Tage mit der Fatigue Symptomatik wurden immer größer und ich erinnere mich auch nicht mehr an den letzten Tag dieser Schwere. Jedoch erinnere ich mich noch an diese aufkeimende Hoffnung in mir, dass es nun endlich vorbei war?! Es war der Tag, an dem ich erkannte: „Es ist ok liebe Fatigue, wenn du kommst. Wir sind Freunde geworden und ich erkenne deine Botschaft!“

Ziel erreicht durch gesunde Ernährung, starke Willenskraft und Bewegung

Rückblickend war es eine Zeit mit vielen durchschrittenen Tälern und der Gegenwind war teilweise heftig. Ich bin so unendlich dankbar und vor allem stolz darauf, was ich geleistet habe.

Heute führe ich ein Leben in gesundheitlicher Freiheit. Ich bestimme jeden Tag in voller Eigenverantwortung und ich habe mich vollständig von der Fatigue Symptomatik und den anderen Begleiterscheinungen lösen können. Und als absolutes „i Tüpfelchen“ darf ich mich mit 37 Jahren als Mama einer wundervollen kleinen Tochter bezeichnen.

Meine Herzensvision ist es, mein Wissen, als Heilpraktikerin & Osteopathin und meine Erfahrungen als Betroffene ebenfalls an Menschen in schweren Lebenssituationen weiterzugeben. Ich möchte Mut zusprechen, Vertrauen in die eigene Genesungskraft des Körpers zu haben. Es lohnt sich immer für diesen Weg einzustehen.

Dieser Erfahrungsbericht ist im Hippocrates Success Stories ebook mit 100 weiteren inspirierenden persönlichen Lebenstransformationen erschienen, welche über und mit dem Aufenthalt im Hippocrates Institut handeln.

Es handelt sich um einen persönlichen Erfahrungsbericht und nicht um eine medizinische Diagnose. Sämtliche Inhalte dieser Seiten sind keine Heilaussagen und ausschließlich informativ, sie dienen keinesfalls als Ersatz für eine ärztliche Behandlung. Hier gehts zu unseren Therapeuten.