Emotionale Heilung: eine Reise zu Dir selbst ‒ Teil 1

Warum wir sind, wie wir sind, und wie wir werden können, wer wir tief in unserem Herzen sein wollen

03.03.2024

Emotionale Heilung - Beitragsbild

Gastautorin: Tatjana Strobel von Living Earth

Lesezeit: 10 min

Kategorie: Sonstiges

"Du wurdest mit Flügeln geboren; warum ziehst du es vor, durch das Leben zu kriechen?" ‒ Rumi

Dies ist der erste Teil unserer neuen Serie zum Thema „Emotionale Heilung“ in Kooperation mit der Living Earth, verfasst von unserer Gastautorin Tatjana Strobel.

Tatjana Strobel ist Sozialpädagogin, Physiognomik- und Facereading-Expertin. Sie liebt den Umgang mit Menschen und unterstützt sie auf ihrem Weg zu Selbstakzeptanz, innerer Zufriedenheit und letztlich ihrer eigenen, tiefsten Essenz.

Die Living Earth ist eine Plattform, die Pionier:innen verbindet, die eine ganzheitliche Vision eines harmonischen Zusammenlebens auf der Erde teilen. Mit Liebe und im Sinne des höchsten Wohls für alles Leben sammeln sie Lösungen für eine regenerative Zukunft, in der alle ihr volles Potential entfalten können.

Hast auch Du den Traum, eines Tages in Deiner Mitte anzukommen? Dich in Deiner Haut wohlzufühlen? Glücklich, gesund, schön und entspannt zu sein? Alles anzunehmen, was Du nicht ändern kannst?

Herzlich willkommen im Club! Dies ist wohl der Traum vieler Menschen… und auch meiner.

Um zu unserem wahren Wesen zu gelangen, müssen wir eine Reise unternehmen. Diese Reise führt uns zu uns selbst und zu unserer tiefsten Essenz.

Wenn wir diese Reise verzögern oder gar nicht erst antreten, können innere Konflikte und Stress entstehen, die sich letztendlich auf unseren Körper auswirken. Ich glaube fest daran, dass unser Körper das Instrument ist, durch das die Dinge im Innen sichtbar werden. Quasi die Öllampe des Autos, die uns darauf aufmerksam macht, dass Öl-Mangel vorliegt.

In den nächsten Wochen werden wir tief in diese Materie eintauchen.

Schluss mit den Selbstzweifeln!

Meine Reise begann damit, dass ich mich nie gut genug fühlte. Alles, was ich tat, schien nie auszureichen. Ich empfand mich als hässlich, dumm und irgendwie immer außen vor. Erfolge waren nur von kurzer Dauer. Positive Erlebnisse verblassten schnell. Ich hetzte von einem Moment zum nächsten, ohne je wirklich anzukommen.

Kommt Dir das bekannt vor?

Ich kam an einen Punkt in meinem Leben, wo ich diese Auffälligkeiten bemerkte. Ich verstand, dass sich mein Verstand immer um die gleichen Dinge drehte.

Eines Tages stellte ich mir die Frage, ob ich dies wirklich so wollte. Wollte ich mich als dumm, hässlich, nie genug empfinden? Wollte ich unter meinem Potential bleiben und tagtäglich an mir selbst zweifeln?

Meine Antwort auf diese Frage war ein klares NEIN.

Meine Reise tief zu mir selbst

Emotionale Heilung - Selbstakzeptanz

Doch woher kam mein Selbstbild? Was formte meine Gedanken über mich? Woher kamen diese? Bin ich meine Gedanken?

Diesen Fragen begann ich auf den Grund zu gehen…

Auf diesem Weg durfte ich viele spannende Werkzeuge kennenlernen, wie zum Beispiel EFT, Hypnose, Face-Reading, Breathwork, die Macht des Unterbewusstseins und vieles mehr.

Ich begann, zu begreifen, näherte mich den wahren Ursachen und konnte nach und nach die erlernten Überzeugungen abstreifen.

Heute kann ich mit Stolz sagen, dass ich in mir selbst angekommen bin. Und nicht nur das, ich entdecke tagtäglich neue Facetten an mir – neue spannende Eigenschaften und Talente. In Wahrheit sind wir alle Riesen, die zu Zwergen gemacht wurden. Genies, die mit besonderen Gaben ausgestattet wurden, um die Welt daran zu erfreuen. Doch auf dem Weg haben wir das Genie-Sein irgendwo verloren.

Die Prägung in unserer Kindheit

Unsere Persönlichkeit und unser Verhalten werden maßgeblich von dem geprägt, was wir in unserer Kindheit vorgelebt bekommen und gelernt haben.

Alles, was uns in den ersten zehn Lebensjahren passiert, hat Einfluss auf unser gesamtes Leben.

Wir sind als Babys und Kleinkinder wie ein Computer, der eine Software aufgespielt bekommt, die das Lebensprogramm nachhaltig prägt, unabhängig von unserer wahren Persönlichkeit.

Fälschlicherweise glauben wir, dass die nachträglich hinzugefügte Software wir selbst sind.

Beispielweise glauben viele Menschen, sie seien halt perfektionistisch veranlagt, oder gehören eher dem helfenden Typus an, oder brauchen die Kontrolle über alles. Es erscheint uns klar, dass wir so sind. Diese Eigenschaften werden kaum hinterfragt. Doch ist das die Wahrheit?

Begrifflichkeiten wie Selbstliebe, Selbstbild und Selbstbewusstsein implizieren, dass diese Dinge aus uns selbst herauskommen. Doch weit gefehlt. In Wahrheit bilden wir unser Bild von uns selbst über die Meinung und Aussagen unseres Umfeldes.

5 Aspekte, die unsere Programmierung formen

Es gibt fünf entscheidende Dinge, die uns in den ersten zehn Lebensjahren prägen:

  1. Bedingungslose Liebe und Aufmerksamkeit beider Elternteile – das Gefühl, angenommen und geliebt zu werden, ohne Bedingungen und Erwartungen. Dies ist essentiell und das Fundament aller Dinge. Hierzu zählt Nähe, Zärtlichkeit, Aufmerksamkeit, ehrliches Interesse. Findet dieses wenig oder nur von einem Elternteil statt, so bilden sich Gefühle von Einsamkeit, Getrenntsein sowie Nicht-gut-genug-Sein aus.
  2. Individualität – die Anerkennung unserer Einzigartigkeit, ohne uns mit anderen zu vergleichen. Jede:r ist so, wie er oder sie ist, gut. Durch Bewertungen und Vergleiche, spätestens in der Schule, erhalten wir Menschen den Stempel des „Nicht-gut-genug-Seins“. Wir erleben uns als Mängelexemplare und versuchen dies permanent auszugleichen. Daraus können Überlebensmuster wie Perfektionismus und Leistungsorientierung entstehen.
  3. Struktur, Ordnung, Stabilität und Sicherheit – ein sicherer Hafen, der uns Geborgenheit gibt. Wir brauchen Richtlinien, Regeln, Transparenz und Zuverlässigkeit. Finden diese nur bedingt statt, können Macht und Kontrollbedürfnisse sowie Mangel an Vertrauen entstehen.
  4. Die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu machen und unsere eigene Meinung zu entwickeln – die Freiheit, uns selbst zu entfalten und unsere eigene Identität zu finden. Dies stärkt uns als Persönlichkeit ungemein und gibt uns eine Form der Bedeutung. Bekommen wir diesen Raum nicht eröffnet, so kann sich dies in Minderwertigkeitskomplexen, Hemmungen und ängstlichem Verhalten äußern.
  5. Die Förderung unserer kindlichen Neugierde – die Entdeckungslust, die uns neue Wege und Möglichkeiten eröffnet. Die Neugierde ist eine der größten Triebfedern der Menschheit. Sie treibt uns an, die Welt zu erkunden, Probleme zu lösen und uns ständig weiterzuentwickeln. Durch sie entstehen Innovationen, neue Erkenntnisse und wichtige Fortschritte in allen Bereichen des Lebens. Wenn wir unsere kindliche Neugierde bewahren und fördern, können wir unser volles Potenzial entfalten und die Welt positiv beeinflussen.
    Werden wir in dieser natürlichen Ressource gebremst, nicht gesehen, oder gar ausgelacht, bleibt die Neugierde ungenutzt und verkümmert. Dies kann dazu führen, dass wir uns zurückziehen, unsere Potenziale nicht entfalten, abstumpfen und uns mit Ablenkungen aller Art begnügen.

Überlebensmuster und Trigger

Wenn diese fünf Punkte nur teilweise oder gar nicht erfüllt werden, übernimmt das Ego die Führung und entwickelt reaktive Verhaltensweisen, die als Überlebensmuster bezeichnet werden. Diese Muster nehmen dann maskenhafte Züge an und bestimmen unser Verhalten, wenn wir durch „Trigger“ in alte, unbewusste Erinnerungen zurückversetzt werden.

Diese Muster sind wie ein Schutzschild, das uns vor Schmerz und Verletzungen bewahren soll. Doch leider halten sie uns auch davon ab, uns selbst wirklich kennenzulernen und unser volles Potential zu entfalten. Emotionale Heilung hilft uns, dieses Schutzschild abzulegen.

Emotionale Heilung: Der Weg zur Selbsterkenntnis und Veränderung

Der Weg der Selbsterkenntnis und Veränderung beginnt damit, sich bewusst zu machen, welche der 5 Punkte in der Kindheit nicht oder nur zum Teil erfüllt wurden. Welche Überlebensmuster haben sich daraus entwickelt? Fühle in jeden einzelnen Punkt hinein, sei ehrlich zu Dir selbst und nutze die Gelegenheit, Deine eigene Geschichte zu verstehen.

Hab dabei im Hinterkopf, dass unsere Eltern ihr Bestes gegeben haben. Man kann nur das geben, was man wirklich kennt und selbst erlebt hat. Oft sind unsere Eltern auch Opfer der Umstände.

Fazit: Eine neue Zukunft schaffen durch emotionale Heilung

Es erfordert Mut, sich den eigenen Schatten zu stellen und Verletzungen aus der Vergangenheit zu heilen.

Lass uns gemeinsam in den nächsten Wochen auf eine Reise gehen – eine Reise zu Dir selbst. Lass uns unsere Individualität entfalten und unsere Talente entdecken und den Traum, bei sich selbst anzukommen, angehen.

Denn am Ende sind wir nicht nur das Produkt unserer Vergangenheit, sondern auch die Schöpfer:innen unserer Zukunft. Wir haben die Macht, uns selbst zu verändern und zu der Person zu werden, die wir wirklich sein wollen.

Ich freue mich darauf!

Sämtliche Inhalte dieser Seiten sind keine Heilaussagen und ausschließlich informativ, sie dienen keinesfalls als Ersatz für eine ärztliche Behandlung. Hier gehts zu unseren Therapeuten.